Der Meiserhof war schon über 100 Jahre alt als ich, Gabriele Reiser, geboren wurde. Als mein Mann und ich ihn vor langer Zeit bei einem Ausritt zufällig entdeckten, war er seit Jahren verlassen und unbewohnt, in einen Dornröschenschlaf gefallen.         Zwar waren sie etwas heruntergekommen, seine Gebäude, mit den zerbrochenen Fensterscheiben, den ausgewaschenen Fugen des  massiven Sandsteinmauerwerks auf der Wetterseite, in denen schon Vögel nisteten. Aber seine Anmut und Ausstrahlung ließen uns fast ehrfürchtig auf diesen Hof blicken, der so friedlich in der Abendsonne lag.                                          Wir hatten uns sofort verliebt in diesen Ort, der so viel Ruhe und Geborgenheit ausstrahlte.  - Das ist etwas für Generationen - dachten wir. Unser Sohn Patrick war damals 10 Jahre alt, -  seine Schwester Nathalie 4. 

Der Gedanke an diesen Hof ging uns nicht mehr aus dem Kopf. Es gelang uns ihn zu erwerben, allen Hindernissen zum Trotz. 1978 zogen wir hier ein und unsere Tochter Valerie wurde geboren.

Zunächst gründeten wir ein Haflingergestüt mit dazugehörigem Reiterheim. So wurde der Hof ein beliebtes Ziel für Feriengäste und Wanderreiter. Haflinger, die liebenswerten blonden Pferde aus Tirol, fanden bei uns eine Heimat. Belohnt wurden wir mit den jährlich prämierten Fohlen aus unserer Zucht.  Von unserem Gestüt stammen einige der bekanntesten Haflingerpferde Deutschlands. Noch heute halten wir eine kleine Gruppe dieser sympatischen Bergpferde, vorallem für unsere seit über 30 Jahren stattfindenen Reiterferien-Kurse.

Seit 1996 kam eine kleine Auswahl von Berberpferde, bzw. Araber-Berbern hinzu. Damals importierten wir einige dieser "Perlen aus dem Orient“ , um uns privat eine kleine Lieberhaberzucht aufzubauen.

Zusammen mit unseren Kindern, die sich die Liebe zu den Pferden und die Traditionen des Meiserhofes bewahrt haben, wuchs der Hof zu einem Familienbetrieb heran. Zwei von ihnen haben die Prüfung zum Pferdewirtschaftsmeister abgelegt.

Von 2000 bis 2011 hatten unser Sohn Patrick und seine Frau Nina die Betriebsführung übernommen und verschiedene Änderungen eingeführt. Die Pensionspferdehaltung wurde ausgebaut und neben den Reiterferien fanden Seminare und Projektwochen regen Anklang.

Mein Mann und ich kümmerten uns schwerpunktmäßig um den Vertrieb seines bekannten Distanz- und Wanderreitsattels "marathippo" und dem späteren  ESPACE-Sattel